Weißwein aus dem Loire-Tal
Der französische Adel wusste schon, warum er sich im malerischen Loiretal seit dem 16. Jahrhundert niederließ; sanfte Hügel, angenehmes Klima und ausgezeichnete Weine erfreuen auch heute noch den Reisenden. Sicher sind die prächtigen Schlösser wie Chambord oder Chenonceau die großen Touristenattraktionen. Nicht minder sehenswert aber ist die lieblich Weinlandschaft. Die Gegend ist so schön, dass die Unesco das Loiretal zum Weltkulturerbe erklärte.
Die relative Nähe zu Paris (ca. 200 km) hat schon früh dafür gesorgt, dass die Loireweine schnell über ihre Grenzen hinaus beliebt wurden. Die Loirewinzer erwiesen sich bei der Vermarktung ihrer Weine als clevere Kaufleute: sie transportierten ihre Weine auf LKWs nach Paris und verkauften Sie dort sozusagen mit Gesang und Tanz: sie trugen Lieder und Tänze ihrer Heimat neben ihren Verkaufswagen vor. Das sprach sich schnell in Paris rum und schon reisten die Pariser auch in den Ferien an die Loire. Cleveres Management würde man heute sagen.
Die bevorzugten Rebsorten an der Loire sind Sauvignon und Pinot Nero, die je nach Bodenbeschaffenheit ganz unterschiedlich ausfallen. In der Tourraine an der Mündung der Loire wachsen weiche, frische Sauvignons, die jung getrunken werden sollten. Es Musterbeispiel dafür ist: Domain de Marcé.
Folgt man dem Flusslauf Richtung Osten, so verändert sich die Landschaft sichtbar; leichte Hügel, Weingärten, die an den Hängen liegen und Böden, in denen Kalksteineinschlüsse und Feuerstein zu sehen sind. Hier sind die Weine deutlich kompakter, fruchtiger und auch langlebiger. Ein gereifter Sancerre blanc oder Pouilly Fumé sind ein überragender Genuß. Probieren Sie diese Weine bei Miogusto: Domaine Yvon et Pascal Tabordet und Domaine Michel Girard.

V.l.n.r.: das Loiretal; Daniel Godet von der Domaine de Marcé; die Gebrüder Tabordet
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