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Weißwein aus Sardinien

Eine gewisse Verschlossenheit sagt man den Sarden nach. Alles Fremde wird erst einmal argwöhnisch auf Distanz gehalten. Eine Haltung, die sich im Laufe von Jahrhunderten entwickelt hat. Immer wieder nämlich wurde das 200 Kilometer vor der Küste Italiens liegende Eiland von wechselnden Eroberern heimgesucht.

So leid waren die Sarden die von der See her auf sie einstürmenden fremden Herrscher, dass sie sich schließlich in ihre für Fremde nur schlecht überschaubaren Bergregionen zurückzogen.  Das spiegelt sich auch deutlich in der sardischen Küche. Da finden sich zahlreiche Spezialitäten aus der Hirten-Tradition – der sardische Ziegenkäse etwa. Die Früchte des Meeres dagegen hielten erst sehr spät Einzug auf den Speisekarten und das, obwohl sie reichlich und in bester Qualität vorhanden sind.

Nur gut, dass die Sarden ein wenig von ihrer Zurückhaltung aufgaben. So konnte es nämlich geschehen, dass mit Giacomo Tachis (Cantina di Santadi) einer der ganz großen Önologen Italiens auf der Insel arbeiten durfte. Die Öffnung der Sardischen Weinmacher für neue An- und Ausbaumethoden ihrer Produkte zahlt sich aus. Einige der Rotweine Sardiniens, in früheren Jahren eher für den Hausgebrauch oder den Verschnitt mit anderen Weinen geeignet, mauserten sich in ihrer Qualität zu Spitzentropfen. Auszeichnungen durch Gambero Rosso und Robert Parker beweisen es und der Weintrinker schmeckt es eben auch.

Rotwein aus Sardinien

Villa Solais DOC
Zart, feine Blütenaromen, ansprechende Frucht, gefällig.
Details
8,60 € / 0,75 l (11,47 €/1 l)

 
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